Wie findet man die Wirkung eines homöopathischen Mittels heraus?

Jedes einzelne homöopathische Mittel wird mehrmals geprüft.

Und wie sieht so eine Prüfung aus?

Gesunde Menschen nehmen diese Globuli ein, bis Symptome auftreten, welche dann niedergeschrieben werden. Die Testpersonen wissen nicht, welches Mittel sie bekommen.

Natürlich wird es unter Aufssicht gemacht, es werden gleichzeitig mehrere Personen getestet und es sind auch Leute dabei, die Placeboglobulis bekommen. Auch hier wissen die Testpersonen natürlich nicht, wer die „echten“ und wer die Placebo Globuli bekommt.

Dann wird auch wochenlang beobachtet und immer wieder werden alles Symptome, Träume, Gedanken, Gefühle usw. niedergeschrieben.

So wurden in den letzten ca. 250 Jahren tausende von Prüfungen der alten Homöopathen durchgeführt. Und die häufigsten Mittel wurden duzende Male geprüft, da oft jeder Homöopath sich selber nochmal ein Bild über die Symptome machen wollte.

z.B. Verursacht Belladonna beim Gesunden mehrere Symptome wie folgt (hier nur ein kleiner Ausschnitt):

  • vergrößerte Pupillen
  • trockenen Mund
  • hohes Fieber
  • hochroten Kopf
  • kalte Extremitäten

Wenn jetzt der Patient genau diese Symptome als Krankheitsbild hat, und wir ihm homöpathisch Belladonna Globuli geben (C30, C200), dann kommt es zur Linderung bis zur Ausheilung der krankhaften Symptome.

„Ähnliches heilt ähnliches“ – „Similia similibus curentur“

So kann man sich vorstellen wie ähnliche Symptome geheilt werden können.

Heute findet man diese Prüfungen der Symptome aufgelistet nach Körperteilen bzw. auch alphabetisch usw. in vielen Fachbüchern, die sich Materia Medica nennen.

Die heutige Verschreibung der richtigen homöopathischen Arzneien erfolgt also auf der Grundlage von Jahrhunderte langen Erfahrungen und Aufzeichnungen.